März 26, 2007

Achtung Tekstlastich!!!!!!

TNT reports- Da Murat Tchundyk völlig "versteinert"(totally stone) ist, auf eigenen Wunsch und er darauf hofft, dass ihn freundliche LeserInnen erlösen, werde ich vorübergehend, als TNT Editor die Redaktion übernehmen. Im folgenden Text berichte ich aus interessanten Wüstenstaaten und wie die Wüste auf den Menschen, der in ihr verweilt, wirkt und spirituell Einfluss nimmt. Die Ameisenversuche wurden eingestellt , da eine radikale Tierschützergruppe unsere Ameisenkönigin entführt hat und sie freipressen möchte. Uribistan lässt sich nicht erpressen. Zero Tolerance hat uns Herr Bush aufgetragen dem Internationalen Terrorissmus zu zeigen. Da wir zur Achse der Guten gehören, befolgen wir diesen Rat.
Der djerman Administrator


Wir warten an der Wechselstube in einer Shopping Mall in Al-Ain ( Vereinigte Arabische Emirate). Der Bankschalter ist nicht besetzt. Eine verschleierte Araberin wartet ungeduldig. Als sie auch unsere Ungeduld spürt, rollt sie die Augen und sagt entschuldigend: „ There are people who need one Hour to pray, but others can do it in 2 Minutes:“ „ Hopefully we have a 2 minute guy and not a 1 hour character,“ meinte mein Freund lakonisch, der seit 3 jahren hier auf der Arabischen Halbinsel in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebt und arbeitet. Wir hatten Glück. Es war der 2 Minuten Typ.

Die arabische Halbinsel hat verschiedene Nationen und Gebräuche. In einem Land wird Schwulsein heftig bestraft, in einem anderen ist es ein offenes Geheimnis, dass der Sultan sich lieber zu einem Mann legt als zu einer Frau. Das Volk ist nachsichtig, da er es irgendwie geschafft hat einen männlichen Nachfolger zu zeugen. In einem Land dürfen Frauen Autofahren, in einem anderen ist es ihnen untersagt. Frauen werden unterdrückt und im grössten Land der Halbinsel haben sie über 50% des liquiden Kapitals in Besitz. Tendenz steigend. Denkt man an Arabien kommen einem Bilder von Enthauptungen, Abtrennen von Gliedmassen, Reichtum, Dekadenz, Öl und Islam in den Sinn. All das stimmt und stimmt aber auf den zweiten Blick wiederum nicht. Das übersteigt die Vorstellungskraft und das Urteil eines durchschnittlich gebildeten Europäers. Die meisten Mitteleuropäer denken immer noch, dass wir an der Spitze des technologischen Fortschritts stehen, dass wir philosophisch durch die Renaissance die Moderne für uns gepachtet haben, das wir die tolerantere, friedlichere und modernere Religion besitzen und dass wir die beste Staatsform haben. All das stimmt und stimmt doch irgendwie nicht. Die Welt ist in den letzten Jahrzehnten komplizierter geworden, Europäer sind keine Kolonialisten mehr, auch das Spenden um uns den Ablass unserer Schuld in Afrika zu tilgen meist an Weihnachten getätigt um das Gewissen zu beruhigen geht nicht mehr so einfach. Inzwischen fliehen Menschen aus Europa, weil sie keine Arbeit mehr finden und fangen ein neues Leben als Emigranten auf der arabischen Halbinsel an. Die Araber werfen aber jeden Nicht Araber mit 60 Jahren aus ihrem Land, wer nicht pariert wird deportiert, so gibt es kein Ausländerproblem. Die Regeln sind klar und das Leben verliert sich nicht in einem Paragraphendschungel.

Stellen Sie sich lieber Leser vor, Sie müssten Ihr Hab und Gut zusammenpacken und mit Ihrer Familie nach Zentralasien, z.B nach Uribistan auswandern um die Grundversorgung Ihrer Familie zu gewährleisten.

Beim Tsunami wurden Kleiderlieferungen, die in Indien ausgeteilt wurden, empört zurückgeschickt. Wie würden wir in Europa reagieren, wenn uns die Inder bei einer Naturkatastrophe z.B. bei plötzlicher Vergletscherung Mitteleuropas, Saris und Shimmas ( Nachthemdartiges Gewand für Männer) schicken würden, wir könnten auch nicht viel damit anfangen.

Die Welt wird kleiner durch die Globalisierung, aber es werden auch bewusster Unterschiede wahrgenommen, trotz dem, dass wir alles googlen können, werden Vorurteile gröber und aggressiver, angeheizt von den Religionsführer aller grosser Religionen, obgleich alle ganz grossen Wert auf Dialog setzen.

Trennen um zu unterscheiden, nicht unterscheiden um zu trennen. Die Unterschiede dürfen nicht dahin benützt werden um Vorurteile zu schärfen. Sondern trennen sollten wir vielmehr als Erkennen betrachten, was und welcher Inhalt passt wohin, Wo kann sich was befruchten? Welche Kleider gehören wohin? So ähnlich wie beim Mülltrennen in Deutschland.

Mein Freund, der Architekt erzählt uns, als wir in einem schicken Offroader auf die futuristische Skyline von Dubai zu fahren, die sich wie ein computeranimiertes Bild aus einem Science Fiction Film aus der flachen, kargen Wüste in schwindelnde Höhen hebt, dass jedes Haus einen Gebetsraum braucht und wie ein islamisches Komitee die Pläne des Architektens vor dem Beginn des Baus noch ein letztesmal prüft. Fragen wie müssen sich Frauen und Männer nicht unnötig bei den Toiletten Ein –und Ausgänge begegnen u.s.w. In jedem Gebäude ist die Religion des Islams eingebaut. Selbst beim Schlachthaus oder gerade vielleicht da wird die Ausrichtung gen Mekka kontrolliert, denn die Tiere müssen im Angesicht ihres Todes gen Mekka schauen dürfen. Nur bei Kamelen ist es anders, aber warum konnte mir mein Freund nicht beantworten, er meinte nur, man könne Kamele nicht gut hinlegen zum Schlachten und dann schauten sie nicht nach Mekka. Nun ich habe in der Akashachronik meines eigenen Gehirns und den Hadithen ( nicht aufgeschriebene Lehren innerhalb des Islams, vor allem für Analpheten und andere unterpriviligierte Schichten geeignet) nachgeschaut und so kam mir die Geschichte von Das Kamel und Mohammed beim Rückflug über den Irak in der Nähe von Bagdad. Die Fensterluken mussten geschlossen bleiben, mit dem fadenscheinigen Argument, dass die anderen den Film nicht so gut sehen könnten. Vielleicht gibt es ja inoffizielle Anweisungen für alle Fluglinien, die über Bagdad fliegen, alle Luken dicht zu machen, damit man die Rauchsäulen, die über diesem Land emporsteigen nicht zu Gesichte bekommt, damit man um Gottes Willen sich kein eigenes Bild machen kann.

Das Kamel und Mohammed

Mohammed lief durch die Wüste. Seine Gedanken waren klar und deutlich, wie die ungeschriebenen Gesetze der Wüste wie z.B. vergisst du das Wasser mitzunehmen, das du brauchst, wenn du in der Wüste gehst, wirst du selbst bei einem kleinen Spaziergang zu Tode kommen, aber die meisten unachtsamen Menschen finden ihren Tod durch Ertrinken, weil sie einen Schlafplatz für die Nacht in einem ausgetrockneten Flussbett bezogen haben.

All diese Leere, die das Gegenteil des arabischen Bazar ist, wo mit Gerüchen, Farben und Musik gewuchert wird, zwang Mohammed die ungeschriebenen Gesetze aufzuschreiben oder zumindest einmal im Geiste festzuhalten. Mohammed malte sich gerade aus, wie alle Tiere ein würdiges Ritual vor der Schlachtung bekommen sollten und als ihm der Erzengel Gabriel gerade in die Seele zuflüsterte, er solle doch alle Tiere zu dem seltsamen, schwarzen Stein in Mekka im Angesicht des Todes schauen lassen, trat er mit seinen nackten Füssen in einen Kaktus. Vor Schmerz machte er einen Sprung in die Luft, nein es war noch nicht so weit, dass er nachts mit Hilfe der Erzengel nach Jerusalem fliegen konnte. Die Schwerkraft der Erde liess ihn zurückprallen auf den harten Grund der Wüste. Dabei verdrehte er sich unglücklich den Fuss, so dass er das Gleichgewicht verlor und sein Kopf gegen einen Stein donnerte. ( In der Urfassung der bedouinischen Märchenerzählern spielte ein Wüstenjinn (islamische Elementarwesen) eine wichtige Rolle bei dem Sturz des späteren Propheten)

Da lag er nun, der grosse Prophet. Seine Lehre war noch nicht aufgeschrieben worden oder auch Gott hatte ihn noch nicht zu seinem Sprachrohr gemacht. Nein Allah hatte noch nicht auf diesem Menschen Flöte gespielt um sich in der musikalischen Sprache des Korans zu offenbaren. Die Geschichte der Welt wäre anders verlaufen, wäre nicht ein Kamel zufällig vorbeigelaufen. Oder war es göttliche Fügung, dass es just in diesem Moment hinter einer nahegelegenen Sanddüne stand auf der Suche nach etwas zum Fressen.

Das Kamel kuckte misstrauisch mit diesem unnachahmlichen zynischen Lächeln über den Rand der Sanddüne, das wie eine müde räkelnde Frau nach dem Geschlechtsakt auf den ausufernd hängenden, schwülstigen Lippen lag.

Inzwischen war es Nacht geworden, die Sterne flimmerten noch in der heissen Luft, die sich jedoch abzukühlen begann. In die grossen Nasenlöcher des Kamels drang der Geruch von Salz ein.

Das Kamel trottete die Sandüne hinunter zu dem am Boden liegenden Mohammed. Als das Kamel zu dem reglosen Körper kam, leckte es mit Freuden die Salzkruste von den Füssen und die raue Zunge löste den Stachel aus dem Fuss. Dann machte sich das Kamel an das freiliegende Gesicht Mohammeds. Der Prophet wachte auf aus einem Traum, wo er zu Ehren Allahs geschlachtet wurde. So wurde Mohammed und die Lehre des Korans durch den Salzhunger eines Kamels gerettet.

Die Sterne hatten aufgehört zu flimmern. Die kalte Nachtluft der Wüste und der blauscheinende Halbmond, der den Sand wie eine Schneelandschaft aussehen liess, klärten den ohnmächtigen Geist Mohammeds.

Mohammed sprach:“ Das Kamel muss bei der Schlachtung nicht gen Mekka blicken, da Allah den Stein des Herzens in die Seele des Kamels verankert hat.“

Manche Bedouinenstämme, die noch Kamele besitzen, die direkt von diesem Kamel abstammen, feiern bis heute noch das Fest des heiligen Salzschleckens. Sie pudern sich eine Woche vor Beginn des Fastenmondes Ramadan das Gesicht und die Füsse mit Salz voll und lassen sich das Salz bei Mondlicht von ihren Kamelen abschlecken.

Jedoch gibt es über die Jahrhunderte eine Abspaltung von dieser Sekte der Salzschlecker. Die Bruderschaft des heiligen Kaktusstachel, die bewusst mehr auf die Schmerzen als auf die Rettung des Propheten ihr Ritual ihren Schwerpunkt ausgerichtet haben.

Bevor sie sich bepudern, treten sie mit den nackten Füssen in einen Kaktus. Viele Adepten dieser radikalen Salzbepuderern kamen bei der Ausübung dieses Rituals um, da es ihnen nicht erlaubt warnicht eher aus der Wüste zurückzukehren bevor nicht das Kamel mit seiner Zunge den Stachel aus dem Fuss gelöst hat. Da sich die Anzahl der Mitglieder der Bruderschaft des heiligen Kaktusstachel über die Jahre in beängstigendem Masse reduzierte, wurden Kamele dressiert die Kaktusstachel mit ihren Zungen entfernen können.

Die Geschichten über den Propheten sind derer vieler. Viele scheinen erfunden zu sein und über Jahrhunderte scheinen sie sich wie die Dünen der Wüsten verändert zu haben.

Wenn aber nur ein Sandkorn der Wahrheit entspricht, kann die Wüste von diesem einen Sandkorn verändert werden. TheNakedTruth

Solltest du einen Granatapfel kaufen gehen,

nimm dir den, der lacht.

Dieser hat eine offene Schramme,

so dass du durch dieses Aufgebrochensein

hindurchschauen kannst

um so Information

über die Samenkerne zu bekommen.

Hör auf das Lachen,

das aus dem Innern kommt.

Dieses Lachen sprengt das Eingesperrtsein

Und lässt dich die Perle erblicken.

Es gibt auch eine andere Art,

ein unglückliches Lachen,

wie das Rot der Mohnblume,

die das Dunkle ihres Innern zeigt.

Aber Granatapfel Gelächter ist gesegnet

Wie das Zusammensein guter Menschen.

(…)

Verliere die Liebe des heiligen Gelächters nicht.

Besuche nicht die ständig unglücklichen Nachbarn.

Lass das Gelächter dich zu den rechten Menschen führen.

JALALU`DDIN RUMI (1207-1273), Mathnawi, I, 718-733

1 Kommentar:

THENAKEDTRUTH hat gesagt…

Dearest lovely Antropsfy blogheads,
I am sorry for this article. Too many words. He djerman, he lika long articles, excusa hima.
Yours frändly räpistBorat
P.S. He now in desert again.