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Dezember 30, 2007

In die Wildnis - Into the wild

Felix Koguzki alias Felix Balde: " Ich bin ein Mann, dem ohne Kunst ins Herz muss strömen, was sich ihm offenbaren mag. Ich kenne nicht ein Wissen ohne Worte.- Wenn ich in Herzenstiefen Einkehr halte und auch, wenn ich Natur belausche, so lebt in mir das Wissen, das Orte nicht erst suchen muss - - -: Die Sprache ist ihm so verbunden wie seine Leibesform dem Erdenmenschen.-"
aus: R. Steiner, Mysteriendramen, Dornach 1981
Koguzki war Uribier von der Sohle bis zum Scheitel. Wir in der Redaktion fragen uns, ob der Geist Koguzkis noch in den Uribi Highlands auf einer feinstofflichen Ebene tätig ist. Ist dieser Geist vielleicht das geheime Oberhaupt der Uribi Shamans Company. Mat Gundo schweigt sich dazu lang und breit aus.
Die Worte von Felix Balde sprechen in uns eine ganz besondere Archetypische Meta Ebene an. Zurück zur Natur, keine Klugscheisser zwischen der Realität und unserem ureigensten Wesenskern, die wild fuchtelnd uns die Welt erklären wollen, wie wir zu denken, zu fühlen oder was wir zu wollen haben müssen/dürfen/sollen. Ein orgiastisches Einheitsgefühl mit der Natur zu haben, das ist was die wahre Sehnsucht der Laptopmelancholiker, der I-phone Benutzern und den kastrierten Grossstädtern ist. Wenn der Wolf aus Russland oder der Bär aus Slowenien nach Djermanistan in unsere durchstruktierten Stadtpärke gelangt, dann ist es so als ob sich Titania und Oberon sich in unserem städtischen Vorgarten zwischen den Tulpen und dem japanischen Schilf niedergelassen haben um uns langsam zu verzaubern.
Chris McCandless war einer von vielen jungen Menschen unserer sogenannten Wohlstandsgesellschaft, die versucht haben Natur zu spüren ohne Sicherheitsnetze und ohne weltanschaulichen Dolmetscher. Er verabschiedete sich mit den Worten in seinem Tagebuch:" I have had a happy life and thank the LORD. Goodbye and may GOD bless all!" Er starb in Alaska und beschäftigte die amerikanische Presse in den 90er Jahren. Jon Krakauer schrieb über diese Suche nach dem mit himmlischem Nektar gefüllten Busen der Natur ein Buch. Jetzt gibt es den Film " INTO THE WILD" von Sean Penn. Ein Film den alle Anthropsfysts, die zum Felix Balde Zweig gehören nicht missen sollten.
Ich wünsche Ihnen alle liebe treuen Leserinnen und Lesern eine gute Reise in die Wildnis Ihrer Seele, Ihres Schicksals.....da sehen Sie ich kann das Wort WILDNIS nur als Metapher für etwas "Ungeplantes" benutzen.....ja seien Sie alle stark und gut gerüstet für die Zweige, die ins Gesicht peitschen oder für die Schlingpflanzen Ihres persönlichen Lebens-Dschungels.
Always I shall be one who loves the wilderness:
Swaggers and softly creeps between the mountain peaks
I shall listen long to the sea`s brave music;
I shall sing my song above the shriek of desert winds.
aus: Wilderness Song von Everett Ruess

Ihr Sie herzlich grüssender Herrmann Finkelsteen

A HAPPY NEW YEAR 2008



Dezember 12, 2007

Owen Barfield - einer der Inklings


Owen Barfield starb vor 10 Jahren am 14. Dezember 1997 im Alter von 99 Jahren. Ein Anthroposoph, Philosoph ( bekannt vor allem an Universitäten in den U.S.A.) und einer der Inklings, ein Literatenzirkel aus Oxford, die sich stritten, philosophierten und heftig betranken. Dazu gehörten Tolkien der den "Herr der Ringe" schrieb und C.S. Lewis, der auf dem europäischen Festland erst richtig durch den Film "Chronicles of Narnia " bekannt wurde. Dann kam es zum " Grossen Krieg" der Inklings, der dadurch ausgelöst wurde, dass Owen Barfield und sein Freund Cecil Harwood, der auch lose zum Zirkel gehörte und später Mitbegründer der ersten Waldorfschule in England war, Anthroposophen wurden. C.S. Lewis war schockiert, dass ausgerechnet sein Freund Owen Barfield sich von 1922 an zur Anthropsophie bekannte, da er ihn für am gefeitesten gegen den Aberglauben gehalten hatte. " Ich glaubte, sie waren jener gierigen, salzigen Lüsternheit nach dem Okkulten verfallen. Heute sehe ich, dass von Anfang an alles dagegen sprach. (...) Und die Anthroposophie zieht auch, soweit ich sehen kann, Leute von dieser Art nicht an. Sie hat eine Schwierigkeit und eine (für mich) beruhigende germanische Langweiligkeit an sich, die bald jene abschrecken würde, die auf der Suche nach aufregenden Erlebnissen sind." Aus " Überrascht von Freude", C.S. Lewis,Giessen 1995, S. 250
Barfield hat in seinen Büchern ( vor allem in seinem ersten Buch Poetic Diction,1928, das er C.S. Lewis widmete mit den Worten: Opposition is true friendship) immer wieder auf ein poetisches Denken des Menschen hingewiesen, der ihn zum Mitgestalter dieser Welt macht nach dem Motto von Novalis: "Frey seyn ist die Tendenz des Ich - das Vermögen frey zu seyn ist die productive Imagination - Harmonie ist die Bedingung ihrer Thätigkeit - des Schwebens, zwischen Entgegensetzten."
Barfield zu lesen ist harmonisches Schweben in einer Welt "...wo Gedanken für die meisten heutigen Menschen so etwas wie eine Art Zigaretten in einer Zigarettenschachtel sind, die Gehirn heisst. " aus " Sprecher und seine Bedeutung, O. Barfield. Ich möchte im Auftrag der Uribistan Daily Redaktion ein "Big thank you" in die geistige Welt zu diesem grossen, leider vergessenen Denker, der sicherlich auch zu den Suchtrupps poetischen Denkens gehört, schicken.
Herrmann Finkelsteen
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November 20, 2007

"Ich liebe dich, Krieg.

Ich liebe dich dafür, dass meine Jugend, mein Leben, mein Tod, mein Schmerz und meine Angst in dir sind. Dafür, dass du mich gelehrt hast, dass das dreckigste Leben immer noch tausendmal besser ist als der Tod. Dafür, dass bei dir Igor, Paschka, Mucha, Osipow noch lebten...Du bist meine erste Frau, meine erste Liebe. Viele Jahre sind vergangen, aber niemanden konnte ich so lieben wie dich. Mit achtzehn Jahren wurde ich als naiver Welpe in dich hineingeworfen, und ich bin in dir getötet worden. Und bin wiederauferstanden als hundertjähriger Greis, krank, mit leerem Blick und ausgebrannter Seele.
Du bist für immer in mir.
Du und ich, wir sind ein Ganzes. Nicht du und ich, sondern wir. Ich sehe dich mit deinen Augen, messe die Menschen an deinen Massstäben. Für mich ist immer Krieg.
Das erste Mal hast du mich noch lebend ausgespuckt, hast mich gehen lassen, aber ich konnte nicht allein, ich bin zurückgekehrt.
(...)
Ich werde den Ort aufsuchen, an dem ich die Läuse nährte, und den Hügel, wo meine Brüder, ein Geschenk von dir, gefallen sind, ich werde auf die Knie fallen, werde den von unserem Blut getränkten warmen, fruchtbaren Boden streicheln und sagen... was werde ich sagen?
Nichts einfach nur: Sei verflucht, Scheisskrieg! " Arkadi Babtschenko, aus:" Die Farbe des Krieges"

Liebe Antropsfy Blogheads,
Murat macht Party mit Pamela und Mat Gundo will Euch Perrücken verkaufen. Als Mensch mit deutschem Hintergrund möchte ich doch auf die essentielleren Dinge und Fragen des Lebens aufmerksam machen. Der Text ist ein Nachruf auf den letzten Sonntag, den Totensonntag wo alller Kriegsopfer gedacht wird. Ich möchte an meinen Freund Ivo aus Kroatien erinnern. Von Slivovitz durchtränkten Lichtkriegern wurde er befehligt damals bei der Schlacht um Dubrovnik, und strandete auf dem Sofa bei mir im Wohnzimmer. Nach vier Wochen Stille begann er zu sprechen, ungefähr waren es die Worte von oben. Nur einmal sprach er vom Krieg, dann nie wieder. Klar er war ein Fahnenflüchtiger, für mich ist Ivo ein Lichtkrieger, der den Erzengeln des nationalen Bewusstsein ala Green-little-River nicht gehorchte und mit michaelischer Kraft seinen ausgehungerten Augen wieder Licht zufügte, um mit positiven Blick dem Leben entgegen zu blicken.
Ich wünsche allen Männern, Frauen und Kinder, die vom Krieg verschluckt wurden und Wallhalla entronnen sind, dass sie den Mut des Erzengel Michaels aufbringen können, um dem Leben wieder neu zu vertrauen.
Wie nennen wir Krieg heute bewaffneten Konflikt, Kampf gegen den Terror, Kampf für mehr Demokratie, fallen Ihnen noch mehr solche Ausdrücke ein...a ja natürlich jetzt die anthroposophischen Salonnationalisten nennen es einen Lichtkrieg und Michaelskampf, wo das persönliche in etwas Höheres transzendiert wird. Wenn das Bein weg ist die Frau vergewaltigt wurde das Kind geschändet wurde in so einem Lichtkrieg redet keine Sau mehr vom Michaelskampf, das ist dann individuelles Karma. Bei solchen geistigen Ausflügen beginnen bei uns in Uribistan die Kamele an zu kotzen.
Herrmann Finkelsteen

Oktober 17, 2007

" 500 Neger, Goethe und eine Brasilianerin" LITERATURRÄTZEL

" (...) Und nun darf ich ja auch beifügen, warum ich nicht mehr ins Damencafé gehen darf. Eine ( Frau )* präsentierte mir dort unter den Klängen einer verführerischen Musik auf einem Teller den jungen Goethe. Da er mir in solchem Zappelzustand unwahrscheinlich erschien, lehnte ich ihn ab. Der jugendliche Goethe eine Marionette, eine Puppe, danke! Aber diese Verfehlung wäre noch hingegeangen, es erschien da aber eines Tages eine der schönsten jungen Frauen, die ich je in meinem Leben sah, eine Brasilianerin, mit der ich mich, da sie sich zu mir gesetzt hatte, in ein Gespräch verknüpfte. Sie sagte mir, sie besässe fünfhundert Neger. Da ich an diese Neger und an all ihren pünktlichen Gehorsam nicht glauben wollte, nannte sie mich einen Baueren, und zwar laut genug, dass es die gesamte werte Angesammeltheit, die aus einem Prachtstrauss von weiblichen Zierden bestand, hörte. Ich war vernichtet. Halbpatziger Goethekenntnis, die diesem Dichter als Verbeugungsmännlein und aus nichts als Artigkeit bestehend nehmen will, und meinem Widerstand gegenüber leichtschürzeliger Afrikaauffassung verdanke ich die Verbannung aus den Zirkeln der Eleganz. Ich trinke jetzt mein Glas Bier in der unteren Stadt und befinde mich wohl dabei. (...)"
* wurde aus Rätzelgründen verändert
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Antropsfyblogheads und Nicht- Antropsfyblogheads
in unserem heutigen Literaturrätzel wollen wir den Namen des Autors und den Namen des Romans.
Namhafte Anthroposophen wollten ihn nach Dornach holen,doch vergeblich, vielleicht gefiel ihm ja die leichtschürzelige Afrikaauffassung der Anthroposophen nicht, dass er eine Karriere am Goetheanum ablehnte. Aber nicht nur Anthroposophen interessierten sich für ihn,sondern auch die amerikanischen Filmemacher die Coenbrüder ( Big Lebowski, Brother where art thou?, die in den 90er Jahren versuchten Literatur dieses Mannes zu verfilmen. Leider kam nie etwas für den Zuschauer dabei heraus. Aber irgendwo in den Archiven der Coenbrüder müsste es noch Material über dieses Projekt geben.
Wie heisst der Autor und wie heisst der Roman aus dem hier zitiert wurde?
Ihr Herrmann Finkelsteen

September 01, 2007

Das Fliegenpapier


Ich sitze hier und philosphiere wie andere Blogs über das Bloggen. Bloggereien oder die Bloggerei und während ich diesen Gedankengänge hinterher denke, baumelt mir das Fliegenpapier, welches über dem Haupt PC im Office der URIBISTAN DAILY hängt, gefährlich nahe ans Gesicht. Murat hingegen geniesst eine Fliegenfreie Zeit in der Wüste. Ich lese ein Buch, das sich irgendwie in unsere Redaktion geschlichen hat. Aus einer Kurzgeschichte:
(...)Wenn sich eine Fliege darauf niederlässt - nicht besonders gierig, mehr aus Konvention, weil schon so viele andere da sind - klebt sie zuerst nur mit den äussersten, umgebogenen Gliedern aller ihrer Beinchen fest. (...) Von unten steigen verwirrende Dünste auf. Wie ein kleiner Hammer tastet ihre Zunge heraus. Ihr Kopf ist braun und haarig, wie aus einer Kokosnuss gemacht; wie menschenähnliche Negeridole. Sie biegen sich vor und zurück auf ihren festgeschlungenen Beinchen, beugen sich in den Knien und stemmen sich empor, wie Menschen es machen, die auf alle Weise versuchen, eine zu schwere Last zu bewegen; tragischer als Arbeiter es tun, wahrer im sportlichen Ausdruck der äussersten Anstrengung als Laokoon. Und dann kommt der immer gleich seltsame Augenblick, wo das Bedürfnis einer gegenwärtigen Sekunde über alle Dauergefühle des Daseins siegt. Es ist der Augenblick, wo ein Kletterer wegen des Schmerzes in den Fingern freiwillig den Griff der Hand öffnet,(...)Immer aber ist der Feind bloss passiv und gewinnt bloss von ihren verzweifelten, verwirrten Augenblicken. Ein Nichts, ein ES zieht sie hinein. So langsam, dass man dem kaum zu folgen vermag, und meist mit einer jähen Beschleunigung am Ende, wenn der letzte innere Zusammenbruch über sie kommt. Sie lassen sich dann plötzlich fallen, nach vorne aufs Gesicht, über die Beine weg; oder seitlich, alle Beine von sich gestreckt; oft auch auf die Seite, mit den Beinen rückwärts rudernd. So liegen sie da. Wie gestürzte Aeroplane, die mit einem Flügel in die Luft ragen. Oder wie krepierte Pferde. Oder mit unendlichen Gebärden der Verzweiflung. Oder wie Schläfer. Noch am nächsten Tag wacht manchmal eine auf, tastet eine Weile mit einem Bein oder schwirrt mit dem Flügel. Manchmal geht solch eine Bewegung über das ganze Feld, dann sinken sie alle noch ein wenig tiefer in ihren Tod.(...)

Wie heisst der Autor, liebe Blogger? Und sind wir Blogger nicht auch mit unserer Bloggerei dem ES auf den Leim gegangen? Sind wir dazu in der Lage dieses virtuelle Fliegenpapier= die Blogs, die uns ärgern oder magisch anziehen, einfach so mir nichts dir nichts zu verlassen. Was hält uns?
Herrmann Finkelsteen Djerman Administrator

August 29, 2007

Schweizistan muss rassisch rein bleiben

Wir haben Murat in die Wüste geschickt. Die letzten Tage waren einfach zu viel für ihn. Als er dann noch hörte, dass ein Irakischer Uribi brother auf offener Strasse von einem
Deutschen mit einem Baseballschläger zusammen geschlagen wurde, packte er seine Koffer und ging. Ich habe ihn versucht zu beruhigen, vielleicht hat ihn ja der Iraki provoziert mit " Nazischwein" oder "Lederhosenficker". Murat meinte nur, dass er sich nicht vorstellen könne, dass ein Asylsucher einen kräftigen Deutschen ohne Haare, der mit einem Baseballschläger flannieren geht, so verbal missbrauchen würde. Ja ich habe überlegt, wo Murat recht hat, hat er recht, aber wie gesagt diese Ausländer in Djermainistan oder Schweizistan sind auch nicht ohne, wie folgendes Wahlkampfvideo einer demokratischen Partei in Schweizistan beweist. Schweizistan hat von Gross Djermanistan gelernt, da die Schweizistanis aber etwas langsamer und besonnener reagieren, haben sie 60 Jahre gewartet und kopieren Propagandafilme aus dem Dritten Gross Djermanistan. Überzeugen Sie sich selbst:
Die ausländischen Jugendlichen Schauspieler wurden von einer Produktionsfirma gefragt, ob sie in einem Gewaltpräventionsfilm mitspielen möchten. Erst hinterher wurde ihnen klar, dass sie von einer Partei missbraucht wurden. Die Eltern der jugendlichen Schauspieler klagten erfolgreich. Das Video muss weg von der Wahlkampfseite. Aber es gibt offensichtlich Stimmen in Schweizistan, die wieder Missbrauch riechen, werden die jugendlichen Schläger auch noch finanziell entschädigt. Hoffentlich! Das ganze schweizerische Geld, das bei den inländischen Ausländern verschwindet...Unglaublich.
Herrmann Finkelstein djerman Administrator
P.S. Diese Partei wird der bürgerlichen Mitte zugerechnet, freiheitlich demokratisch gesehen. An alle Linken und Menschen jüdischer Herkunft Achtung vor politischen Kurzschlussreflexen: es gibt also keinen Grund zur Panikmache. Murat würde sagen: relaxa my fränds!